Jungfrau Magrit

Jungfrau MagritHier möchte ich mich nun als Jungfrau vorstellen.

Geboren wurde ich in dem gleichen Zustand, nämlich jungfräulich, am 01.11.1949 in Pinneberg / Holstein. Meine Mutter war eine Kölnerin und mein Vater kam aus Prenzlau. Beide waren heitere und stets zum Feiern aufgelegte Leute. Sie verließen bald die Nordseeküste und zogen wieder nach Köln.
Hier bin ich dann auf der „Schääl-Sick“ aufgewachsen. Nach dem Studium als Grundschullehrerin habe ich eine Stelle im Arbeitsamt Köln angenommen und dort auch noch einmal eine Qualifizierung zur Vermittlerin und später zur Beraterin absolviert.

Karneval war immer eine besondere Zeit für mich und hat sich immer positiv durch mein Leben gezogen: Ich habe mich gerne verkleidet, mag die Karnevalsmusik und lache gerne zu Büttenreden. Meinen Mann lernte ich, wie kann es anders sein, auf einer Karnevalsveranstaltung kennen und lieben. Heute sind wir bereits seit 31 Jahren verheiratet und haben eine Tochter, die kurz nach Karneval im März geboren wurde.

Noch zu unserer Kölner Zeit waren mein Mann und ich Mitglied bei den „Schlenderhaner Lumpen“ und später, nach unserem Umzug in den noch östlicheren Teil des Kölner Umlandes, nämlich nach Schmitzhöhe, wurden wir Mitglied bei der KG „Op d´r Hüh“. Hier baute ich eine kleine Kindertanzgruppe auf, die ich über 10 Jahre leitete.

Nie in meinem Leben habe ich damit gerechnet oder auch nur entfernt daran gedacht, noch einmal nach meiner Kinderzeit eine „Kölner Jungfrau“ zu werden (auch wenn sie nun in Lindlar lebt). Ich kam zu diesem Amt wie die wahrhaftige „Jungfrau zum Kinde“. Aber ich muss zum jetzigen Zeitpunkt schon gestehen, ich habe bisher jede Minute genossen und ausgekostet.

Es ist wahrlich ein völlig neues Gefühl und ein tolles Erlebnis, in Kleider zu schlüpfen, die schon Jahre vorher Freude bereitet haben und hoffentlich noch viel Freude bereiten werden.